Rassebeschreibung

(Auszug SSV e.V.)

 

Größe:

 

Rüde: 65 bis 72 cm
Hündin: 60 bis 68 cm

 

Als Vorfahren dieser Rasse sind die früher häufig in Mitteleuropa, insbesondere in der

Schweiz in Erscheinung tretenden Metzger- oder Fleischerhunde anzusehen. Diese

starken, dreifarbigen, schwarzbraunen oder gelben Hunde wurden von Metzgern, Vieh-

händlern, Handwerkern und Bauern gern zum Schutz, als Viehtreiber oder zum Ziehen

von Karren verwendet.
1908 stellte erstmals Franz Schertenleib bei der Jubiläumsausstellung der
Schweizerischen

Kynologischen Gesellschaft, einen solchen Hund als "kurzhaarigen Berner Sennehund"

vor. Dem großen Förderer der Schweizer Sennenhunde, Prof. Albert Heim, der an diesem

Tag als Zuchtrichter eingesetzt war, ist es zu verdanken, dass diesem vorgestellten Hund

besondere Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Anhand dieses ersten vorgestellten

Hundes wurde durch Prof. Heim ein Rassestandard erstellt.

1912 wurde der Klub für Große Schweizer Sennenhunde gegründet. Besondere Anerkennung

fand die Rasse endgültig im und nach dem 2. Weltkrieg, weil sich die Hunde im Dienste der

Schweizer Armee als genügsame und zuverlässige Zug- und Traghunde bewährten.

 

EIGENSCHAFTEN:

Die von Prof. Heim zu Beginn des Jahrhunderts beschriebenen Eigenschaften dürften auch

heute im Wesentlichen noch Geltung haben: »Sie sind trefflich zu Haus und Hof, beste

Wächter, Verteidiger ohne Furcht und ohne Hinterlist, gute Viehtreiber und -hüter, gute

Begleiter, trefflich, oft leidenschaftliche Zugtiere. Sie schützen Kinder und sind sehr

liebevoll, freundlich, anhänglich, aufmerksam auf jeden Wink des Meisters, folgsam,

unbestechlich und treu, leicht zu erziehen, lebhaft. Viele gehen gern ins Wasser.«


Sicherlich ist der Große Schweizer Sennenhund heute weniger Gebrauchshund als vielmehr

Haus- und Familienhund anzusehen. Dies mag insbesondere daran liegen, dass in  unserer

heutigen Zeit nicht mehr die Notwendigkeit besteht, aus die speziellen Gebrauchsmerkmale

dieser Rasse zurückzugreifen.


Auch kann man beim Großen Schweizer Sennenhund nicht leugnen, dass eine gewisse

Sturheit angelegt ist; hier ist Konsequenz in der Erziehung gefragt. Er ist kein Jäger,

was ein stressfreies Bewegen außerhalb des Grundstückes ermöglicht. Für den Großen

Schweizer Sennenhund ist ebenso wie für alle Sennenhundrassen vordergründig wichtig,

bei seinen Menschen zu sein, allein hierdurch kristallisieren sich seine hervorragenden

Qualitäten heraus.


Für einen dauernden oder auch nur teilweisen Aufenthalt in einem

Zwinger ist diese Rasse völlig ungeeignet!

 



Und jetzt...die Grossen Schweizer in der Realität:

Zunächst einmal haben GSS einen ausgeprägten Sinn für Humor, leider!

Sie leiden unter selektivem Haarverlust (zweimal im Jahr extrem), d.h. sie verlieren die hellen Haare auf dem dunklen Boden und die dunklen Haare auf dem hellen Boden. Weiterhin gefährlich für einen sauberen Boden sind die großen, rundlich, kräftigen Pfoten, die entsprechende Dreckabdrücke hinterlassen können. Ohne Haare vom Großen Schweizer an der Kleidung ist man ebenfalls nicht richtig angezogen.

GSS haben immer (!!!) Hunger und bekommen nie (!!!) genug Futter! Der GSS folgt daher seinem Frauchen (ja, es sind absolute Frauenhunde...) bedingungslos überall hin, es sein denn jemand anderes isst gerade etwas und geht dabei in eine andere Richtung. Weiterhin wissen GSS aufgrund ihrer überragenden Intelligenz sowie so alles besser und entscheiden eigenständig was zu tun ist, wenn es um in ihren Augen sinnlose Kommandos geht.

Nicht zu vergessen, dass der GSS eine ausserordentliche Begabung hat, seine Menschen so richtig zu blamieren. Laufen sie üblicherweise an der Leine immer brav im Fuß, wird immer rumgehampelt, sobald es Publikum gibt und man kann dem Gegenüber auf der Stirn ablesen "Warum geht die mit den zwei Riesenviechern nicht mal in die Hundeschule"...sie haben einfach perfektes Timing.

Genauso sind sie und anders wollen wir sie auch gar nicht haben. :)